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Dynamic Facilitation
19.08.2012
|
Autor: Involve UK

Dynamic Facilitation ist eine moderierte Gruppendiskussion, die der Entwicklung von Problemlösungen dient. Der Moderator strukturiert die Diskussion so, dass jeder Beitrag der einzelnen Gruppenmitglieder aufgenommen und visualisiert wird.

Ablauf/Eckpunkte

Dynamic Facilitation ermöglicht es einer kleinen Gruppe, dringende Probleme oder schwierige Themen so anzusprechen, dass verschiedene Handlungsoptionen entwickelt werden. Anstatt sich an einer Tagesordnung, Richtlinien oder vorbereiteten Fragen zu orientieren, nutzt der Moderator vier Kategorien, die er z.B. auf Metaplanwänden darstellt:

  • Informationen
  • Lösungen
  • Bedenken (bzgl. der Lösungen) und
  • Herausforderungen.

Während die Teilnehmer sich austauschen, strukturiert der Moderator die Beiträge. Jeder Kommentar wird aufgenommen und einem der vier Punkte zugeordnet. Dadurch soll den Teilnehmern vermittelt werden, dass ihre Beiträge wichtig sind und jeder einzelne einbezogen wird. So soll am Ende eine Lösung gefunden werden, die von allen Teilnehmern getragen wird.

Ziel/Wirkung

Die Methode dient zur Problemlösung und Entwicklung neuer Ideen. Sie kann aber auch eingesetzt werden, um ein produktiveres Arbeitsumfeld zu schaffen.

Hinweise zur Umsetzung

Dynamic Facilitation kann flexibel an die jeweilige Situation bzw. verschiedene Ebenen angepasst werden. Die Veranstaltung kann in einem kleinen Rahmen innerhalb einer Organisation, aber auch lokal, regional oder sogar national eingesetzt werden.

Kosten/Aufwand

Die Kosten sind gering. Die Teilnehmer müssen vorher nicht geschult werden. Der Aufwand beschränkt sich auf die Organisation der Veranstaltung.

Aufwand Teilnehmer

Der Aufwand ist von dem Thema oder dem Umfang der Veranstaltung abhängig. Manchmal sind mehrere Treffen erforderlich. Normalerweise, bei einem einmaligen Treffen, sind die Anforderungen, die sich an die Teilnehmer richten, jedoch gering.

Sinnvoll einzusetzen, wenn

  • Probleme gelöst werden sollen: Umgang mit schwierigen Themen, Krisen oder strategischer Planung
  • Gemeinschaftsbildung angestrebt wird und Respekt und Vertrauen unter den Teilnehmern geschaffen oder ein Konflikt gelöst werden soll
  • in der Unternehmensentwicklung

Nicht sinnvoll einzusetzen, wenn

  • die Teilnehmerzahl zu gering ist

Stärken

  • der Prozess erzeugt Vertrauen, Respekt und einen besseren Gemeinschaftssinn unter den Teilnehmern
  • es werden Lösungen gefunden, die von allen getragen werden

Schwächen

  • erfordert einen professionellen Moderator
  • funktioniert am besten bei kleinen Gruppen

Ursprung

Dynamic Facilitation wurde in den 1980er Jahren von dem US-Amerikaner Jim Rough entwickelt.

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Kriterien

Auswahl einschränken:

Methoden

Zielsetzung

Vorschläge und Ideen erhalten

Konflikte abbauen

Themenbereich

Gemeinschaftsentwicklung

Haushaltsplanung

Infrastrukturentwicklung/ Bauleitplanung

Organisationsentwicklung

Politikfeldgestaltung

Stadtentwicklung

Strukturveränderungen im politischen System

Teilnehmerschaft

Betroffene/ Stakeholder

Fachexperten

Kinder und Jugendliche

Repräsentative Zufallsauswahl

Anzahl Teilnehmer

1 - 25 Personen

Konfliktlage

Vielfältige Interessen, keine verhärteten Konflikte

Stark gegensätzliche Interessen/Verhärtete Fronten

Dauer der Beteiligung

Ein- bis mehrtägige Veranstaltung

Medium

Veranstaltungen

Kosten

1.000 - 5.000 Euro

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